Die Aktie der SKAN Group hat in den vergangenen Wochen spürbar zugelegt. Nach einer längeren Schwächephase wirkt die Bewegung nach oben für viele Anleger wie ein mögliches Signal, dass der Boden gefunden sein könnte. Ein genauer Blick auf die Fundamentaldaten und die aktuelle Bewertung zeigt jedoch, dass diese Erholung mit Vorsicht zu genießen ist.
Operative Entwicklung
Operativ präsentiert sich das Schweizer Unternehmen grundsätzlich solide. Laut den aktuellen Auswertungen aus dem GROWTH-Investing-System liegt die durchschnittliche Wachstumsrate der letzten Jahre bei gut 20 Prozent pro Jahr. Auch für das laufende Geschäftsjahr werden sehr hohe Zuwächse erwartet, in einer Größenordnung von rund zwei Dritteln. Damit gehört SKAN im Branchenvergleich zu den klaren Wachstumswerten. Unterstützt wird dieses Bild durch eine sehr starke Risikoanalyse, die im Modell mit der Bestnote 6 von 6 bewertet wird. Gleichzeitig zeigt die Bewertung eine Sicherheitsmarge von rund 25 Prozent, was bedeutet, dass der aktuelle Kurs deutlich unter dem berechneten inneren Wert liegt. Auch das durchschnittliche Kursziel der Analysten bewegt sich etwa auf diesem Nivea.
Chartbild
Trotz der attraktiven Kennzahlen spricht der Chart derzeit eine vorsichtigere Sprache. Die Aktie befindet sich weiterhin unter dem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt und damit technisch betrachtet in einem Abwärtstrend. Besonders im Verlauf des Jahres 2025 kam es zu einem deutlichen Rückgang. Dieser Einbruch ist kein Zufall, sondern hängt eng mit der zeitweise deutlich schlechteren Wachstumsperspektive zusammen, die der Markt dem Unternehmen zwischenzeitlich zugeschrieben hat.

Aussichten noch unsicher
Zwar sind die aktuell prognostizierten Aussichten wieder deutlich besser, doch es bleibt ein entscheidender Unsicherheitsfaktor: Es handelt sich bislang nur um Schätzungen. Der offizielle Jahresabschluss, der erst Ende März veröffentlicht wird, wird zeigen, wie stark das operative Geschäft tatsächlich war. Sollte das Unternehmen hier enttäuschen, wäre ein weiterer Kursrückgang keineswegs überraschend. In solchen Phasen reicht ein kurzfristiger Rebound nicht aus, um von einer echten Trendwende zu sprechen.
Ein weiterer Punkt, der zur Vorsicht mahnt, ist die geringe Zahl an Analysten. Nur drei Experten liefern derzeit Schätzungen zur künftigen Entwicklung. Für ein langfristiges Investment ist das eine sehr dünne Datenbasis. In der Praxis sind Unternehmen stabiler einzuschätzen, wenn viele unabhängige Analysten ihre Prognosen abgeben und sich daraus ein breiter Marktkonsens ergibt.

Einordnung für Anleger
Aus struktureller Sicht zeigt sich SKAN nicht als typischer Dauerläufer. Für langfristig orientierte Investoren sind vor allem Unternehmen interessant, deren Umsatz, Gewinn und innerer Wert über Jahre hinweg gleichmäßig von links nach rechts ansteigen. Genau dieses Muster ist bei SKAN aktuell nicht gegeben. Die Kurve des inneren Wertes verläuft zwar langfristig nach oben, doch mit deutlichen Schwankungen, was das Chance-Risiko-Profil spürbar erhöht.
Damit ergibt sich ein ambivalentes Bild: Fundamentale Qualität und Bewertung sprechen für die Aktie, Marktstruktur und Zeitpunkt dagegen. Wer bereits investiert ist, kann die Entwicklung weiter beobachten. Für einen Neueinstieg wirkt die Lage derzeit jedoch noch zu unsicher, solange weder die offiziellen Zahlen vorliegen noch ein stabiler Aufwärtstrend im Chart erkennbar ist.
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Gerade bei solchen Grenzfällen zeigt sich, wie wichtig ein systematischer Blick auf Wachstum, Bewertung, Risiko und Trend ist. Die GROWTH Investing Software, die in dieser Analyse verwendet wurde, verbindet genau diese Perspektiven und macht sichtbar, wann ein Unternehmen wirklich in eine attraktive Phase eintritt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Software nutzen, um SKAN und andere Aktien anhand derselben Kriterien zu überprüfen und fundierte Entscheidungen statt Bauchgefühl zu treffen.


