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AMD Aktienanalyse: Starkes Wachstum, aber aktuell teuer bewertet

Advanced Micro Devices (AMD) steht derzeit bei vielen Anlegern wieder auf dem Radar. Der Grund ist die Kombination aus starkem operativem Wachstum, hoher Fantasie rund um KI-Anwendungen und einer sehr dynamischen Kursentwicklung in den vergangenen Wochen. Gleichzeitig stellt sich nach dem kräftigen Anstieg die Frage, ob die Aktie kurzfristig nicht bereits zu teuer ist.

Hohes Wachstum trifft auf ambitionierte Bewertung

Advanced Micro Devices hat in den vergangenen fünf Jahren eine beeindruckende Entwicklung gezeigt. Die durchschnittliche Gesamtwachstumsrate (G) lag laut Datenblatt bei rund 30 % pro Jahr, beim Gewinnwachstum sogar deutlich darüber. Für das laufende Geschäftsjahr (O) kommenden Jahre werden sogar noch höhere Zuwächse erwartet, was die Aktie für wachstumsorientierte Investoren grundsätzlich attraktiv macht, aber erst mal nur eine Schätzung ist.

AMD Aktienanalyse Chart und Datenblatt
Chart und Datenblatt, Stand 3. Februar 2026 (Quelle: AMD PDF)

Genau hier liegt jedoch auch das Problem: Der aktuelle Kurs liegt klar über dem rechnerischen inneren Wert. Die Sicherheitsmarge (W) ist negativ, was bedeutet, dass Anleger momentan einen deutlichen Aufpreis bezahlen. Historisch führt ein Einstieg in solchen Phasen häufig zu einer geringeren langfristigen Rendite als bei Käufen mit ausreichendem Bewertungsabschlag.

Technischer Rückenwind und Analystenerwartungen

Aus technischer Sicht präsentiert sich die Aktie weiterhin stark. Der Kurs notiert über dem 50-Wochen-EMA und befindet sich damit klar im Aufwärtstrend. Besonders auffällig ist die Bewegung seit Anfang Januar, in der AMD innerhalb kurzer Zeit deutlich zulegen konnte, während viele andere Titel unter Druck standen.

Auch die Analysten bleiben überwiegend optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel (T)  impliziert weiteres Aufwärtspotenzial im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Kurzfristig kann dieser Rückenwind den Kurs durchaus weiter tragen. Für Neueinsteiger erhöht die aktuelle Überbewertung jedoch das Risiko von Rücksetzern.

Fundamentale Stärken und offene Baustellen

Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeigt ein gemischtes Bild. Das langfristige Wachstum ist überzeugend, gleichzeitig gab es in den vergangenen Jahren Phasen mit schwächerem Cashflow. Zudem kam es zu einer spürbaren Verwässerung durch die Ausgabe neuer Aktien, was aus Investorensicht kritisch zu bewerten ist. Die Kombination aus starkem Wachstum und erhöhtem Risiko macht AMD somit zu einer Aktie, bei der das Timing eine wichtige Rolle spielt.

AMD Aktienanalyse Risikokennzahlen
Die Risikokennzahlen der letzten drei Jahre zeigen einige Probleme auf. Quelle: GROWTH Investing / AMD (Anmeldung erforderlich)

Einordnung für Anleger

AMD präsentiert sich als spannendes Wachstumsunternehmen mit starken Zukunftsaussichten. Wer bereits investiert ist, profitiert vom aktuellen Momentum. Für neue Positionen spricht fundamental vieles für Geduld, bis sich wieder eine attraktivere Bewertung ergibt.

Wer solche Situationen strukturiert einschätzen möchte, kann das jetzt auch selbst mit derselben Software tun, die wir für diese Aktienanalyse genutzt haben. Dort lassen sich innerer Wert, Sicherheitsmarge, Risiko und Wachstum auf einen Blick beurteilen. Ein Blick in die GROWTH Investing Software lohnt sich für alle, die börsennotierte Aktien fundiert und nachvollziehbar analysieren möchten.

 

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